Zellerstiftung


Lichtmesskonferenz: Veränderung hat Tradition

Zum 163. Mal fand am vergangenen Sonntag in Nagold die Lichtmesskonferenz statt – und zum 163. Mal endete sie mit dem Wort auf den Weg, einem Gedanken zum neutestamentlichen Lehrtext am Lichtmess-Feiertag. Seit einigen Jahren pflegt Dekan Ralf Albrecht, der Vorsitzende der veranstaltenden Zellerstiftung, diese Tradition. Aber neben Altbewährtem wehte auch jedes Jahr frischer Wind durch die Räume des Zellerstifts: Moderne christliche Lieder – vorgetragen vom Musikteam Altensteigdorf – neben den vertrauten Chorälen des Lichtmess-Posaunenchors; alteingesessene und neue Missionswerke präsentierten ihr Aktivitäten in aller Welt. Gideonbibeln, Bilderbücher, DVDs oder akkubetriebene Mikrobeamer: Evangelisation ist am Puls der Zeit, kreativ und dennoch mit Fokus auf ihr wesentliches Anliegen: Jesus Christus.

»Jesus verändert die Welt«, so lautete das Thema des Tages und der Fernsehpfarrer und Buchautor Heiko Bräuning hielt darüber das Hauptreferat. Denn gerade der Text aus dem Lukasevangelium, der dem Lichtmess-Feiertag zugrunde liegt, erzählt vom Warten auf Veränderung. Der alte Simeon wusste, dass nun der Messias gekommen war: Jesus Christus brachte Frieden (»Schalom«, das auch »genug haben« bedeutet) und Freiheit. Wir seien zur Freiheit berufen, sagte Bräuning und erinnerte an das mittelalterliche Ursprungswort von »Freiheit«: »Frihalsa«, den Hals freihaben, mit erhobenem Haupt durchs Leben gehen. »Meine Augen haben den Heiland gesehen«, sagte der alte Simeon, eine neue Freiheit und ein tiefer Frieden hatten ihn verändert.

Nach dem Referat und der Kaffeepause nahm Bräuning mit dem Klaviervirtuosen Michael Schlierf das Publikum mit hinein in sein musikalisches Wirken. Zugleich fanden in den Klassenzimmern der Zellerschule drei Seminare statt: Über Mission und Jüngerschaft in Indien, Thailand und im weniger fernen Wörnersberg.

Zum Schluss lud Dekan Ralf Albrecht die Seminarleiter noch zu einem kurzen Interview ein, dann sangen die etwa 20 Kinder, die am parallel stattfindenden Kindermissionsfest teilgenommen hatte, ein Lied – und dann endete die Konferenz mit ihren 250 Besuchern wie alle Jahre: Mit dem Wort auf den Weg. Einem biblischen Wort der Veränderung, der Umkehr und der Dankbarkeit (Lukas 17,15).

Veranstaltungsort: Ev. Gemeindehaus Zellerstift; Lange Straße 17; 72202 Nagold

Programm 2019

Das Programm im PDF-Format zum Download

ab 13 Uhr: Missionsausstellung mit Infoständen: Missionare (bzw. ihre sendenden Gemeinden) sowie Missionswerke aus dem Kirchenbezirk Calw-Nagold und darüber hinaus stellen ihre Arbeit und ihre Projekte in aller Welt vor.

14.00 Uhr: Jesus verändert die Welt! (Lukas 2,30): Hauptreferat mit Heiko Bräuning, Musiker, Fernsehpfarrer, Journalist.

14.45 Uhr: Stehcafé, Zeit der Begegnung, Infostände im Saal des Zellerstiftes

15.30 Uhr: Verschiedene Arbeitsgruppen:

Jesus verändert: Interview und Musik mit Heiko Bräuning (Moderation Ralf Albrecht, im Saal)

Jesus verändert – in Indien: Markus Schanz. Geschäftsführer des Missionswerks »Nethanja Narsapur«, berichtet. (Zellerstift UG)

Jesus verändert die Welt – in Südostasien: Sabine K. von OMF berichtet von dort, wo Christsein unbequem ist. (Zellerstift UG)

Jesus verändert – in unserer Region: Brian Burkhart berichtet vom Auftrag des Wörnersberger Ankers: »Christen zu befähigen, im Glauben zu wachsen und dann diesen Glauben auch in ihrem Alltag zu leben. In diesem Sinne rüsten wir Nachfolger Jesu aus, und ermutigen sie, missionarisch zu leben.« (Zellerstift UG)

16.30 Uhr: Schlusspodium und Wort auf den Weg mit Dekan Ralf Albrecht

17.00 Uhr: Ende der Konferenz

Musikalische Gestaltung mit dem Lichtmess-Posaunenchor (Leitung: Walter Großmann) sowie dem Musikteam Altensteigdorf (Leitung: Elke Thomas)

Kindermissionsfest ab 14 Uhr in den oberen Räumen des Zellerstiftes, gestaltet von der KEB Tübingen

Lichtmess

»Mariä Lichtmess« oder »Darstellung des Herrn« ist der 40. Tag nach Weihnachten und erinnert an die Darbringung Jesu als erstgeborenen Sohn im Tempel. Nach dem Gesetz des Mose war eine Mutter nach der Geburt 40 Tage unrein (3. Mose 12,1–8). Danach brachten Maria und Josef ihren Sohn nach Jerusalem. Der gottesfürchtige Simeon und die Prophetin Hanna kamen zur Darstellung im Tempel dazu und erkannten in Jesus das Licht der Welt. Lukas 2,22–40 berichtet davon.

Lichtmesskonferenz

Gottlieb Heinrich Zeller wollte einmal im Jahr alle Missionsinteressierten zu einem Austausch versammeln und benutzte dazu den damals arbeitsfreien Lichtmesstag. Seit der Abschaffung dieses Feiertags findet die Konferenz am ersten Sonntag im Februar statt. Auch noch heute ist der Mittelpunkt der Veranstaltung der im Missionsbefehl festgelegte Auftrag an die Gemeinde: das Evangelium der ganzen Welt zu sagen. Die erste Lichtmesskonferenz war am 2. Februar 1857. Seither hat sie ununterbrochen jedes Jahr stattgefunden.

Dr. Gottlieb Heinrich Zeller (1794 bis 1864)

G. H. Zeller war gottesfürchtig und wohlhabend. Er hatte einen Blick für die Herausforderungen seiner Zeit. Als Apotheker und Wissenschaftler war ihm immer auch das Wohl seiner Mitmenschen ein Anliegen. Mit der von ihm gegründeten Lichtmesskonferenz wollte Zeller die Mission in Württemberg zu einem Anliegen machen und den Blick für die Menschen in aller Welt weiten. Hauptredner der ersten Konferenz war der mit Zeller befreundete Pfarrer, Evangelist und Publizist Christian Gottlob Barth (1799 bis 1862) aus Calw. Das Erbe von Zeller lebt in dieser Konferenz fort – und auch im Veranstaltungsort, dem Gemeindehaus »Zellerstift«, das auf seine Stiftung zurückgeht und seinen Namen trägt.

Kontakt

Zellerstiftung
Vorsitzender: Dekan Ralf Albrecht
Hohe Straße 7/1
72202 Nagold
Tel.: 07452 2423
E-Mail: info@lichtmesskonferenz.de
Hausadresse »Zellerstift«:
Ev. Gemeindehaus Zellerstift
Lange Straße 17
72202 Nagold

Über uns

Das Erbe von Zeller lebt fort – und auch im Veranstaltungsort, dem Gemeindehaus »Zellerstift«, das auf seine Stiftung zurückgeht und seinen Namen trägt.

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Gottlieb Heinrich Zeller wollte einmal im Jahr alle Missionsinteressierten zu einem Austausch versammeln und benutzte dazu den damals arbeitsfreien Lichtmesstag.

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