Ulrich Romberg und das unterirdische Jerusalem: Forschung vor Ort

Nun geht es los nach Jerusalem. Vom 6. bis 12. März sind Timo Roller und Albert Röhm von MORIJA zusammen mit dem Forscher Ulrich Romberg aus Wildberg in Jerusalem unterwegs (siehe auch hier). Seine Erkenntisse aus 30 Jahren werden wir – so weit möglich – vor Ort überprüfen. Dazu haben wir die Gelegenheit, uns mit dem Archäologen Ronny Reich zu treffen, der über viele Jahre bis zu seinem Ruhestand in der Davidstadt ausgegraben hat.

Am 27. Februar 2015 ist ein Artikel von mir im Schwarzwälder Boten erschienen (leicht gekürzt), nachdem Ulrich Romberg seine Erkenntnisse zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Der Artikel wurde damals allerdings nicht online verfügbar gemacht, daher nun hier als ungekürzte Version:

Ulrich Romberg teilt seine Erkenntnisse

Referent beim Gemeinsamen Bibelabend in Sulz ist seit drei Jahrzehnten vom unterirdischen Jerusalem fasziniert

Seit 30 Jahren erforscht Ulrich Romberg die komplexen Wasserversorgungssysteme Jerusalems. Beim Gemeinsamen Bibelabend im Sulzer Gemeindehaus legte er am vergangenen Sonntag vor etwa 60 Zuhörern zum ersten Mal seine Erkenntnisse und Berechnungen dar.

Romberg, der nach einer Technikerausbildung zum Diakon umgeschwenkt ist und bis zu seinem Ruhestand viele Jahre am Bildungszentrum in Wildberg Lehrer war, hat vor allem das unterirdische Jerusalem ausgiebig erforscht: In erster Linie vom heimischen Schreibtisch aus, an dem er unzählige Grabungsberichte und archäologische Literatur studierte, aber auch die Vermessungstechnik der vorchristlichen Zeit zu rekonstruieren versuchte. Ein Besuch in Jerusalem hat in den 1980er Jahren sein Interesse geweckt, als die Meinung hörte, der berühmte Hiskia-Tunnel mit seinem merkwürdig kurvigen Verlauf sei das glückliche Ergebnis eines »gering ausgebildeten Ingenieurwissens« und die Tunnelgräber seien mehr zufällig oder durch ein »Wunder Gottes« im Inneren des Felsens aufeinandergestoßen. »Ich hoffe, Ihnen heute eine andere Einsicht vermitteln zu können.«

Schon von Anfang an spielte die Wasserversorgung für das antike Jerusalem eine lebenswichtige Rolle. In den trockenen judäischen Bergen war wohl schon zu Abrahams Zeiten, als Melchisedek König von Salem war, die sogenannte Gihon-Quelle von unschätzbarem Wert für die Bewohner der Stadt. Ulrich Romberg, der die komplexen Wasserversorgungssysteme in Jerusalem seit 30 Jahren erforscht, kann sich zumindest vorstellen, dass der unmittelbare Quellbereich schon in kanaanäischer Zeit ein bedeutendes Heiligtum beherbergte.

Nachdem Romberg also zunächst einen kurzen Einblick in die Zeit Melchisedeks und der berühmten biblischen Könige David und Salomo gab, bei denen die Gihon-Quelle auch schon eine wichtige Rolle zur Versorgung spielte, erläuterte er ausführlich die Entstehung der Bauprojekte, die dem König Hiskia zugeschrieben werden. Zu seiner Zeit – um das Jahr 700 v. Chr. – war die Hauptstadt des Königreichs Juda durch das Heer des assyrischen Königs Sanherib bedroht. Wenige Jahre zuvor war das israelitische Nordreich bereits den Assyrern in die Hände gefallen und auch mehrere Städte Judas waren bereits verloren.

Schon frühzeitig war in Vorahnung eines weiteren Feldzugs der Assyrer mit den Maßnahmen gegen eine Belagerung Jerusalems begonnen worden. Wahrscheinlich ein ägyptischer Ingenieur – so die Theorie Rombergs, denn allen Vermessungen liege die ägyptische Elle zugrunde – wurde mit dem Tunnelbau beauftragt. Alles wurde überirdisch genauestens vermessen und dann in das Innere des entstehenden Tunnels übertragen. Dazu notwendigen Messgeräte hat Ulrich Romberg auf dem Reißbrett und auch als Aluminium-Modell rekonstruiert.

Der Tunnel wurde von beiden Seiten gegraben, die Gänge haben einen geringen Querschnitt, so dass es – angesichts der drohenden Belagerung – schnell vorangegangen sein muss. Und trotzdem hatten die Ingenieure wohl auch gleich einen oder mehrere Notfallpläne in der Tasche, auf die im Ernstfall sofort zurückgegriffen werden konnte: Beim Anrücken der feindlichen Armee hätte unter Umständen nur noch von einer Seite gegraben werden können, da die Seite zur Quelle hin sofort hätte in Betrieb genommen werden müssen. Messungen außerhalb des Tunnelsystems hätten im Angriffsfall eingestellt werden müssen. Und im schlimmsten Fall hätte von der Stadtburg aus ein direkter Schacht in den Tunnel gegraben werden müssen.

Tatsächlich führt der Tunnel von der Quelle im Norden aus nicht gleich gen Süden, sondern macht eine Kurve nach Westen, wo am höchsten Punkt der ursprünglichen Davidstadt in den letzten Jahren die Überreste einer Befestigungsanlage ausgegraben wurden. Die Kurve im südlichen Teil des Tunnels führt Romberg darauf zurück, dass wohl in der Tat während der Baumaßnahmen die Belagerung der Assyrer eingesetzt habe und man aus Gründen der Luftzufuhr für die Bauarbeiter eine weitere Entnahmestelle in Betrieb nehmen musste.

Auch für verschiedene »tote« Stollen, die von anderen Forschern als Beweis für die schlechte Planung herhalten mussten, hat Romberg eine alternative Erklärung: Nahe an der Stelle des Aufeinandertreffens beider Stollenteile hätten sich die Hauer von Geräuschen ihrer Kollegen auf der anderen Seite ablenken lassen und genau in deren Richtung gegraben. Da die Planer aber zur Sicherheit einen »Fangstollen« geplant hätten, der verhindern würde, dass sich die Tunnelröhren verfehlen, hätten sie die Arbeiten entsprechend korrigieren lassen. Unregelmäßigkeiten im Fels könnten nämlich das Graben nach Gehör in die falsche Richtung führen, so Romberg.

Als Beweis für seine Theorie der präzisen Planung führte Romberg die Genauigkeit der Niveaumessungen an, die eine optimale Nutzung des Tunnels gewährleitet hätten, und die an der Stelle am Zusammenschluss bei genauer Betrachtung nur wenige Zentimeter betragen hätten. Trotz eines großen Gottvertrauens, für das Hiskia – dessen Berater der Prophet Jesaja war – in der Bibel gerühmt wird, tat er also trotzdem alles Menschenmögliche, um sein Volk vor der heranrückenden Gefahr zu schützen. Ulrich Romberg zählt den Hiskiatunnel »zu den bedeutendsten Ingenieurwerken der Antike«. Das entschlossene und tatkräftige Handeln Hiskias sei verbunden mit dem Vertrauen auf Gott ein Zeugnis für die Errettung aus großer Gefahr. Denn schließlich musste Sanherib nach Gottes Eingreifen wieder abrücken und konnte in seinen Annalen nicht von der Eroberung Jerusalems berichten, sondern nur davon, dass er Hiskia »wie einen Vogel im Käfig in Jerusalem« eingeschlossen hatte. Angesichts der sonst so überschwänglichen und grausamen Beschreibungen assyrischer Siege sei das nur die beschönigende Umschreibung einer bitteren Niederlage.

Ulrich Romberg zeigte in seinem Vortrag eindrücklich auf, zu welch genialen Bauvorhaben die Ingenieure vor über 2500 Jahren imstande waren und wie zuverlässig die Bibel als historische Quelle dienen kann.

Ulrich Romberg erläutert die komplizierte Quellanlage und den Verlauf des Hiskiatunnels.

Unvergängliche Schriftzeichen

Die Bibelkritik ignoriert archäologische Erkenntnisse und frühe Keilschriften, die ein Indiz dafür sind, dass die Bibel von Anfang an schriftlich überliefert wurde.

Es war ein spannendes Experiment, das die Royal Asiatic Society im Jahr 1857 in London durchführte. Vier namhafte Forscher nahmen daran teil: Jeder von ihnen erhielt einen versiegelten Umschlag mit der Abschrift eines erst kurz zuvor ausgegrabenen assyrischen Militärberichts. Henry Creswicke Rawlinson, Edward Hincks, Jules Oppert und Henry Fox Talbot sollten unabhängig voneinander diesen Keilschrifttext übersetzen und damit belegen, ob die Entschlüsselung der alten Sprachen als gesichert gelten konnte.

Mehr darüber auf unserer Website NoahsArk.site

Expedition »Auf den Spuren Hiskias«

Im März 2018 unternimmt MORIJA eine Forschungsreise nach Jerusalem in die Stadt Davids. 

Seit 30 Jahren beschäftigt sich Ulrich Romberg mit den komplizierten Tunnel- und Schachtsystemen in den Felsen Jerusalems. In der Davidstadt, dem ältesten Teil Jerusalems, wurden im letzten Jahrhundert viele Ausgrabungen getätigt und einzigartige Überreste aus der Königszeit entdeckt. Besonders eindrücklich ist der Hiskiatunnel, der auf einer Länge von 530 Metern durch massiven Fels gegraben wurde. Die Bergleute vor ungefähr 2700 Jahren gruben von beiden Seiten und trafen sich tief im Fels – obwohl der Verlauf des Tunnels S-förmig geschwungen ist. Hatten sie Glück? Oder ist der Tunnel das Ergebnis äußerst sorgfältiger Planung?

Ulrich Romberg, Theologe und Ingenieur, hat Argumente herausgearbeitet für die Entstehung des Hiskiatunnels genau in der Zeit der assyrischen Belagerung Jerusalems, als Sanheribs Armee gegen die Hauptstadt des Königs Hiskias anrückte – ein Ereignis, das in der Bibel ausführlich berichtet wird. Können sich Rombergs Thesen gegenüber den Theorien namhafter Archäologen behaupten?

Wir werden einige Stellen des Tunnels genau in Augenschein nehmen und sind gespannt, mit welchen Erkenntnissen wir wiederkehren werden. Vielleicht kommen wir der Antwort auf zwei wichtige Fragen näher:

1.) Hatten die Tunnelbauer tatsächlich großes Glück oder sehen wir das Ergebnis hoher Ingenieurskunst mit mehreren alternativen Konzeptionen, die die Phasen der Bedrohung und Belagerung durch die Assyrer exakt widerspiegeln?

2.) Kann damit vielleicht sogar die Urheberschaft Hiskias bestätigt werden, die in neuerer Zeit immer wieder in Frage gestellt wurde?

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung und informieren gern im Rahmen des MORIJA-Rundbriefs auf aktuelle Entwicklungen. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Zweifel an Darwin: Ein Statement des Paläontologen Dr. Günter Bechly

Die Evolution gilt als bewiesene Tatsache. Zweifel daran werden auf mangelnde Bildung oder auf Bindung an Glaubensinhalte zurückgeführt. Christlicher Glaube muss sich heute mit der Evolution arrangieren, sonst gilt er als rückständig und fundamentalistisch. In der Wissenschaft ist die Evolutionstheorie unumstritten. Noch Fragen?

Dr. Günter Bechly ist Paläontologe und hat in Tübingen über die Stammesgeschichte der Libellen promoviert. Seit 1999 war er Kurator für Bernstein und Insekten am Naturkundemuseum Stuttgart, acht fossile Insektenarten sind nach ihm benannt. Im Darwin-Jahr 2009 war er Projektleiter für die Sonderausstellung »Evolution – Der Fluss des Lebens«.

Die Lehre Darwins wiegt schwerer als sämtliche Kritik von Kreationisten und Intelligent-Design-Anhängern: So lautete die Botschaft einer Waage in dieser Ausstellung – auf der einen Seite Darwins »Über die Entstehung der Arten«, auf der anderen Seite Bücher von Kritikern mit ihren vermeintlich dünnen Argumenten.

Bechly selbst hatte diese Idee, er bestellte die Bücher für die Umsetzung. Und schaute aus Neugier hinein. Er wunderte sich: Keine hanebüchenen, religiös verbrämten und pseudowissenschaftlichen Argumente, sondern berechtigte Anfragen und hohe fachliche Qualität. Nicht fundamentalistische Eiferer wetterten da gegen eine feindliche Theorie, sondern kundige Wissenschaftler führten gewichtige Belege gegen eine natürliche Entstehung des Lebens und seiner Baupläne ins Feld.

Günter Bechly kam ins Fragen, machte sich auf die Suche nach Pro und Kontra. Wurde konfrontiert mit der Voreingenommenheit auf der eigenen Seite, auf der Seite der als objektiv geltenden Wissenschaft.

Schließlich fand er für sich das, was er am wenigsten wollte, was er zuvor verachtete: den christlichen Glauben. Er ging mit seinen Zweifeln an die Öffentlichkeit, wurde zum Störfaktor und musste seinen Job aufgeben.

Seine Geschichte beweist: Forschung kann zu Gott führen, sozusagen zu einer intellektuellen Bekehrung. Glaube und Wissenschaft sind kein Widerspruch. Und: der Wissenschaftsbetrieb ist nicht neutral und objektiv, sondern weltanschaulich unumstößlich festgelegt. Wer die rein materielle Weltsicht in Frage stellt und sogar Gott als Schöpfer des Lebens ins Spiel bringt, der hat in der akademischen Welt keinen Platz mehr.

​Vor 2700 Jahren: Sanherib vs. Hiskia

Zwei Tage war ich unterwegs auf den Spuren des judäischen Königs Hiskia und seines Widersachers Sanherib von Assyrien.

Zunächst hatte ich ein längeres Gespräch mit dem Archäologen Ronny Reich über verschiedene Theorien zu Entstehung des nach Hiskia benannten Tunnels, der auf fast 500 Metern frisches Quellwasser durch das Felsgestein unter der Davidstadt in Jerusalem führt.

Danach überzeugte ich mich selbst von der Länge, der kurvenförmigen Streckenführung, der Enge und Dunkelheit des Tunnels.

Nach dem Besuch einiger weiterer bedeutsamer Stätten in Jerusalem (vor allem der Klagemauer und der Grabeskirche) ging es mit dem Mietwagen nach Tel Lachisch, dem Ruinenhügel der judäischen Stadt, dessen Eroberung König Sanherib in Wort und Bild festgehalten hat.

Jesus-Boot, Tel Dan und morgen: Jerusalem! 

Bei einem Ausflug nach Galiläa, zum See Genezareth und auf die Golanhöhen gab es neben politisch interessanten Informationen und Begegnungen zwei faszinierende archäologische Highlights:

Ein Boot aus der Zeit Jesu wurde bei niedrigem Wasserstand am Ufer des Sees Genezareth entdeckt und ist nun in einem Museum ausgestellt.

In Tel Dan sind eindrucksvolle Ruinen aus kanaanäischer und israelitischer Zeit zu sehen.

Beides sollte ich in ausführlicheren Artikeln beschreiben…

Morgen geht es nun nach Jerusalem zu einem sehr interessanten Treffen, über das ich dann die nächsten Tage berichten werde.

Helena und das Kreuz

Helena war fast 80 Jahre alt, als sie sich zu einer Pilgerreise nach Jerusalem aufmachte. Die Geschichte der Heiligen Helena und ihres Sohnes Konstantin steckt voller Dramatik und Spannung. Beide prägten das Christentum in Europa – bis heute.

Um die Pilgerreise Helenas ranken sich Legenden: Sie, die Heilige Helena und Mutter des Kaisers Konstantin – beide verehrt von den Kirchen – habe im 4. Jahrhundert das Kreuz Jesu gefunden. Wer glaubt heute noch, dass so eine Geschichte wahr sein könnte? Doch in einer Kirche in Rom wird das Fragment einer Holztafel aufbewahrt, das eine seltsame Inschrift trägt. Einige Wissenschaftler sind überzeugt, dass dies die echte Tafel vom Kreuz Christi ist – aus Jerusalem nach Rom gebracht von der Pilgerin Helena. Hat sie vielleicht wirklich das Wahre Kreuz gefunden? Stimmt es, wenn ein israelischer Schriftsteller schreibt, »sie sei die erfolgreichste Archäologin der gesamten Menschheitsgeschichte gewesen«?

Zwei Ansichten einer Helena-Skulptur im Trierer Stadtteil Euren.

Doch diese Reise Helenas war nur der Höhepunkt einer großen Geschichte: Unter der Herrschaft ihres Sohnes Konstantin, der sich als römischer Kaiser zum Glauben an Jesus Christus bekehrt hatte, breitete ich der christliche Glaube im Römischen Reich aus wie nie zuvor. Für das Christentum Europas hatte er sicherlich eine ähnlich große Bedeutung wie vor ihm nur der Apostel Paulus. Die Geschichte von Konstantin dem Großen und seiner Mutter Helena ist eine außergewöhnliche Geschichte, eine wichtige Geschichte. Aber auch eine Geschichte voller Dramatik und Spannung, voller Höhen und Tiefen. Auf jeden Fall eine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden!

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Zerstörung der Jona-Grabstätte in Ninive bringt assyrische Palastanlage zum Vorschein

Der Prophet Jona und die assyrische Stadt Ninive – eine Verbindung, die jeder Bibelleser kennt. Über viele Jahrhunderte wurde die Grabstätte des Propheten im kleinen Dorf Nebi Jenus verehrt, innerhalb der Stadtmauern des ehemaligen Ninive.

Das Dorf Nebi Jenus am Anfang des 20. Jahrhunderts. Die heutige Millionenstadt Mosul hatte sich damals noch nicht über den Tigris hinweg nach Osten ausgebreitet.

Die heutige Großstadt Mosul umgibt heute Dorf und biblische Stadt – und wurde 2014 vom »Islamischen Staat« eingenommen. IS-Terroristen zerstörten das Grab Jonas und sprengten die dazugehörige Moschee in die Luft. Nach ihrer Islam-Interpretation soll einzig Mohammed verehrt werden, nicht ein anderer Prophet wie Jona, der auch im Koran erwähnt wird.

Nun wurde Mosul Anfang 2017 von der irakischen Armee zurückerobert und Archäologen, die den Schaden an den antiken Stätten untersuchen sollten, fanden Überraschendes, ja Sensationelles. Josie Ensor, Nahost-Korrespondent des britischen »Telegraph«, berichtet von einem unberührten 2600 Jahre alten Palast, der unter der zerstörten Grabstätte wiederentdeckt wurde.

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Neue Höhle in Qumran entdeckt! Wirklich?

Die Höhlen vom Qumran
Die Höhlen vom Qumran

Anfang Februar 2017 ging die Meldung durch die Presse, dass in Qumran eine »Höhle 12« neu entdeckt worden sei. Forscher der Hebräischen Universität von Jerusalem haben zusammen mit dem Bibelforscher Randall Price von der Liberty University in Virginia »einen der aufregendsten archäologischen Funde in Qumran und den wichtigsten in den vergangenen 60 Jahren« gemacht. In der Höhle wurden Tonkrüge gefunden, die jedoch keine Schriftrollen enthielten. Offensichtlich wurde nur ein Stück unbeschriebenes Pergament entdeckt, zusammen mit weiteren Funden wie Keramik, Pfeilspitzen sowie einem Stempelsiegel. Zudem wurde eine Spitzhacke aus den 1950-er Jahren gefunden, die beweist, dass die offensichtlich einmal vorhandenen Schriftrollen aus den zertrümmerten Krügen geplündert worden waren.

Natürlich sind diese archäologischen Funde herausragend, neue schriftliche Zeugnisse aus der wichtigen Epoche um Christi Geburt sind aber leider nicht darunter. Zu diskutieren wird nun wohl sein, ob diese Höhle tatsächlich als »12Q« in die Forschungsgeschichte von Qumran eingeht, denn eigentlich umfasst die Nummerierung nur Höhlen mit Fragmentfunden.

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Willkommen!

Vor zehn Jahren ist das Buch »Bible Earth« erschienen, mittlerweile ist es längst vergriffen. Mein Buch »Das Rätsel der Arche Noah« befasste sich mit einem sehr spezifischen Thema, das auf der Seite www.noahsark.site weiter ausgeführt wird. Dieses Blog beschäftigt sich nun weiter gefasst mit Biblischer Archäologie und möchte aufzeigen, dass die Glaubwürdigkeit der Bibel immer wieder bekräftigt wird und Funde uns neue Erkenntnisse über das Umfeld der biblischen Personen und Ereignisse ermöglichen.

Timo Roller
MORIJA gGmbH (www.morija.de)