Papierblatt, Männerabend und andere Baustellen …

Viele Projekte laufen im Moment parallel und so gibt es diese Woche nur wenige konkrete Ergebnisse. Wir arbeiten z.B. mit Hochdruck am Relaunch zweier Webauftritte.

Am Montag hatten wir ein Arbeitstreffen des Papierblatt-Projektteams. Es geht an vielen Stellen weiter, Material wird nach und nach der Website www.papierblatt.de hinzugefügt. Aktuell gibt es vorab den Artikel »Auschwitz: Zeichen der Hoffnung am schrecklichsten Ort« online zu lesen, der demnächst auch im Schwarzwälder Boten erscheinen wird. Auch die Vorbereitungen für den 1. Mai sind bereits angelaufen, wenn bei unserem Projektpartner ZEDAKAH e.V. das jährliche Freundestreffen stattfinden wird. Es wird neben weiteren Rednern ein Holocaust-Überlebender sprechen. Auch dieses Zeugnis werden wir für Papierblatt dokumentieren.

Heute Abend werde ich beim Männerabend in Schwaigern bei Heilbronn als Referent zu Gast sein. Das Thema heißt: »Kann man der Bibel glauben?«. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Falltorstraße 4, falls das für jemanden erreichbar ist.

Timo Roller
6.4.2019, KW14

Neuer Artikel: Ära des Untergangs

Nebukadnezar gegen Jerusalem – zu den Hintergründen der Daniel-Geschichte.

Es gibt in der Altstadt Jerusalems Sehenswürdigkeiten, die nur selten von Reisegruppen besucht werden. Uns fiel am letzten Tag während unserer Reise 2018 auf den Spuren Hiskias ein, dass es irgendwo im Gewirr der Gässchen Mauer-Überreste aus der Zeit des Ersten Tempels geben müsste. Aber sowohl der Stadtplan als auch der Reiseführer gaben keine konkreten Hinweise darauf. Es musste einen Blick geben in die frühe Vergangenheit der eigentlich relativ »neuen« Altstadt. Es gibt einige wenige »Fenster« in die über 2500 Jahre zurückliegende Vergangenheit und wir fanden die Mauer schließlich mitten im jüdischen Viertels, ganz in der Nähe des bekannten »Cardo«, einer von Säulen gesäumten Prachtstraße aus römischer und byzantinischer Zeit. Wir standen also über dem Stück Mauer aus der Zeit des ersten Tempels, 7 Meter dick und 65 Meter lang, nach Nehemia 3,8 schlicht »Breite Mauer« genannt. Wir blickten auf ein Bauwerk aus der Zeit Salomos und Hiskias. Und aus der Zeit des wohl düstersten Kapitels in der Geschichte des Alten Israels: die Eroberung Jerusalems mit der Zerstörung des Tempels im Jahr 587 v. Chr. sowie die daran anschließende Gefangenschaft der Juden in Babylon. Bis heute hat sich die jüdische Tradition das Gedenken an dieses traurige Ereignis bewahrt.

Zum Artikel.

War die Arche Noah rund?

Ende Mai 2015 besuchte ich mit meiner Familie das Deutsche Museum in München. Im Bereich »Schifffahrt« gibt es dort einen echten Fischkutter aus dem Jahr 1880 zu bestaunen; das nachgebildete Innenleben eines U-Boots und das Kanonendeck eines alten Kriegsschiffs sowie ein Modell der Titanic sind faszinierend für Kinder wie Erwachsene. Ganz unscheinbar dagegen ist ein schwarzes, rundes Boot, das mir dennoch ins Auge fiel. Es sieht aus wie ein viel zu groß geratenes Bortkörbchen. Ich wäre sicher an diesem eher unschönen Gebilde vorübergegangen, wenn mich nicht zuvor ein Buch von Irving Finkel beschäftigt hätte: »The Ark before Noah«. Darin wird die These aufgestellt, dass die Arche genau so ausgesehen haben könnte: Ein rundes Korbboot, allerdings in Mega-Dimensionen. War dies vor mir in München also die Arche im Kleinformat?

Den vollständigen Artikel von Timo Roller finden Sie auf der Website NoahsArk.Site.

Wer hätte gedacht, dass sich im Deutschen Museum in München eine Mini-Arche im Stile Irving Finkels befindet?

Expedition »Auf den Spuren Hiskias«

Im März 2018 unternimmt MORIJA eine Forschungsreise nach Jerusalem in die Stadt Davids. 

Seit 30 Jahren beschäftigt sich Ulrich Romberg mit den komplizierten Tunnel- und Schachtsystemen in den Felsen Jerusalems. In der Davidstadt, dem ältesten Teil Jerusalems, wurden im letzten Jahrhundert viele Ausgrabungen getätigt und einzigartige Überreste aus der Königszeit entdeckt. Besonders eindrücklich ist der Hiskiatunnel, der auf einer Länge von 530 Metern durch massiven Fels gegraben wurde. Die Bergleute vor ungefähr 2700 Jahren gruben von beiden Seiten und trafen sich tief im Fels – obwohl der Verlauf des Tunnels S-förmig geschwungen ist. Hatten sie Glück? Oder ist der Tunnel das Ergebnis äußerst sorgfältiger Planung?

Ulrich Romberg, Theologe und Ingenieur, hat Argumente herausgearbeitet für die Entstehung des Hiskiatunnels genau in der Zeit der assyrischen Belagerung Jerusalems, als Sanheribs Armee gegen die Hauptstadt des Königs Hiskias anrückte – ein Ereignis, das in der Bibel ausführlich berichtet wird. Können sich Rombergs Thesen gegenüber den Theorien namhafter Archäologen behaupten?

Wir werden einige Stellen des Tunnels genau in Augenschein nehmen und sind gespannt, mit welchen Erkenntnissen wir wiederkehren werden. Vielleicht kommen wir der Antwort auf zwei wichtige Fragen näher:

1.) Hatten die Tunnelbauer tatsächlich großes Glück oder sehen wir das Ergebnis hoher Ingenieurskunst mit mehreren alternativen Konzeptionen, die die Phasen der Bedrohung und Belagerung durch die Assyrer exakt widerspiegeln?

2.) Kann damit vielleicht sogar die Urheberschaft Hiskias bestätigt werden, die in neuerer Zeit immer wieder in Frage gestellt wurde?

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung und informieren gern im Rahmen des MORIJA-Rundbriefs auf aktuelle Entwicklungen. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Israel ist einzigartig!

Warum?

  • Es wird geliebt und gehasst wie kaum ein anderes Land.
  • Der Friede im Nahen Osten ist das verzweifelte und unerreichte Ziel vieler westlicher Politiker.
  • Die Vereinten Nationen widmen diesem Konflikt eine unvergleichbare Zahl von Sitzungen und Beschlüssen.
  • Im Vergleich zur Größe und zur weltlichen Bedeutung des Staates befassen sich die Medien überproportional mit Israel.
  • Die Innovationskraft und die Zahl der Nobelpreisträger ist unvergleichbar hoch.
  • Die religiöse Bedeutung ist für Juden, Christen und Muslime sehr groß.
  • Es ist der einzige Staat, der sich als Judenstaat bezeichnet.

Auf natürliche Weise ist die Bedeutung Israels nicht erklärbar.

Sie ist nur auf übernatürliche Weise erklärbar!

»Ich werde deine Kinder aus dem Osten holen und dich aus dem Westen sammeln. Zum Norden sage ich:›Gib her!‹ Und zum Süden: ›Halte niemanden zurück! Bring meine Söhne aus der Ferne, meine Töchter aus allen Winkeln der Erde.‹« (Jesaja 43,5–6)

Israel wurde vor fast 70 Jahren – am 14. Mai 1948 – als Heimstätte für die weltweit im Exil verstreuten, leidenden und verfolgten Juden gegründet. Und besteht trotz aller Kriege, Krisen und Anfeindungen bis heute.

Unser Projekt »Einzigartiges Israel« wird bald 20 Jahre alt. Zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels möchten wir den Inhalt komplett überarbeitet haben und die Version 3.0 veröffentlichen. Im Moment arbeiten wir am Kapitel »Geschichte« – immer wieder werden neue Inhalte mit kleineren Versionssprüngen in die Online-Version eingepflegt. So sind in die Version 2.6 neue Erkenntnisse über die Erzväter-Zeit eingeflossen. Viel Spaß beim Lesen: www.einzigartiges-israel.de!

Diese Statue könnte Josef darstellen.

Erinnerungen an den Holocaust und die ferne Vergangenheit

Eine Woche Israel! In wenigen Tagen geht’s los – mit einigen Aufgaben im Gepäck. Gemeinsam mit dem Hilfswerk Zedakah habe ich als Geschäftsführer der MORIJA gGmbH das Projekt “Papierblatt – Holocaust-Überlebende berichten” gestartet. Nun werden wir weitere Überlebende der Shoah besuchen und sie aus ihrer Lebensgeschichte erzählen lassen. Es werden weitere Video-Interviews entstehen, die auf unserer Online-Plattform kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Diese Zeugnissen bewahren die Erinnerung an die Shoa, sollen zur Versöhnung aufrufen und neu aufkeimenden Antisemitismus verhindern.

Darüber hinaus werde ich auf den Spuren von Hiskia und Sanherib den Hiskiatunnel in Jerusalem besuchen sowie den Ruinenhügel Lachisch, den die Assyrer 700 v. Chr. eingenommen haben und dessen Eroberung auf einem berühmten Relief im Britischen Museum dargestellt ist.

Foto- und Filmmaterial aus Israel werden für zukünftige Projekte gesammelt, für diese Website, für die Überarbeitung von “Einzigartiges Israel”, für anstehende Filmprojekte sowie natürlich für Zedakah.

Wer am Ball bleiben möchte, kann diese Website im Auge behalten, die Facebook-Seiten “Biblische Archäologie” und “Papierblatt” liken oder mir auf Twitter folgen.

Timo Roller

Zerstörung der Jona-Grabstätte in Ninive bringt assyrische Palastanlage zum Vorschein

Der Prophet Jona und die assyrische Stadt Ninive – eine Verbindung, die jeder Bibelleser kennt. Über viele Jahrhunderte wurde die Grabstätte des Propheten im kleinen Dorf Nebi Jenus verehrt, innerhalb der Stadtmauern des ehemaligen Ninive.

Das Dorf Nebi Jenus am Anfang des 20. Jahrhunderts. Die heutige Millionenstadt Mosul hatte sich damals noch nicht über den Tigris hinweg nach Osten ausgebreitet.

Die heutige Großstadt Mosul umgibt heute Dorf und biblische Stadt – und wurde 2014 vom »Islamischen Staat« eingenommen. IS-Terroristen zerstörten das Grab Jonas und sprengten die dazugehörige Moschee in die Luft. Nach ihrer Islam-Interpretation soll einzig Mohammed verehrt werden, nicht ein anderer Prophet wie Jona, der auch im Koran erwähnt wird.

Nun wurde Mosul Anfang 2017 von der irakischen Armee zurückerobert und Archäologen, die den Schaden an den antiken Stätten untersuchen sollten, fanden Überraschendes, ja Sensationelles. Josie Ensor, Nahost-Korrespondent des britischen »Telegraph«, berichtet von einem unberührten 2600 Jahre alten Palast, der unter der zerstörten Grabstätte wiederentdeckt wurde.

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Wo ist Bible Earth?

Wer über die Adresse www.bible-earth.net oder über einen externen Link auf dieses Blog gelangt ist, wird sich vielleicht wundern: Mein Buch »Bible Earth« ist mittlerweile nicht mehr erhältlich und auch die entsprechende Internetseite wurde lange nicht mehr aktualisiert. Einige Inhalte zu archäologisch interessanten Stätten sollen aber demnächst überarbeitet und hier integriert werden.

Neue Höhle in Qumran entdeckt! Wirklich?

Die Höhlen vom Qumran
Die Höhlen vom Qumran

Anfang Februar 2017 ging die Meldung durch die Presse, dass in Qumran eine »Höhle 12« neu entdeckt worden sei. Forscher der Hebräischen Universität von Jerusalem haben zusammen mit dem Bibelforscher Randall Price von der Liberty University in Virginia »einen der aufregendsten archäologischen Funde in Qumran und den wichtigsten in den vergangenen 60 Jahren« gemacht. In der Höhle wurden Tonkrüge gefunden, die jedoch keine Schriftrollen enthielten. Offensichtlich wurde nur ein Stück unbeschriebenes Pergament entdeckt, zusammen mit weiteren Funden wie Keramik, Pfeilspitzen sowie einem Stempelsiegel. Zudem wurde eine Spitzhacke aus den 1950-er Jahren gefunden, die beweist, dass die offensichtlich einmal vorhandenen Schriftrollen aus den zertrümmerten Krügen geplündert worden waren.

Natürlich sind diese archäologischen Funde herausragend, neue schriftliche Zeugnisse aus der wichtigen Epoche um Christi Geburt sind aber leider nicht darunter. Zu diskutieren wird nun wohl sein, ob diese Höhle tatsächlich als »12Q« in die Forschungsgeschichte von Qumran eingeht, denn eigentlich umfasst die Nummerierung nur Höhlen mit Fragmentfunden.

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Willkommen!

Vor zehn Jahren ist das Buch »Bible Earth« erschienen, mittlerweile ist es längst vergriffen. Mein Buch »Das Rätsel der Arche Noah« befasste sich mit einem sehr spezifischen Thema, das auf der Seite www.noahsark.site weiter ausgeführt wird. Dieses Blog beschäftigt sich nun weiter gefasst mit Biblischer Archäologie und möchte aufzeigen, dass die Glaubwürdigkeit der Bibel immer wieder bekräftigt wird und Funde uns neue Erkenntnisse über das Umfeld der biblischen Personen und Ereignisse ermöglichen.

Timo Roller
MORIJA gGmbH (www.morija.de)