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Friedrich Bender – ein Stück Holz von der Arche?

Friedrich Bender war an Ostern 1954 (nach manchen Angaben 1953 – auch seine eigenen sind widersprüchlich) auf dem Berg Cudi und ich bin über eine Veröffentlichung in der amerikanischen Zeitschrift »Bible and Spade« auf ihn aufmerksam geworden. Leider war der Professor und Präsident der Bundesanstalt für Bodenforschung im Mai 2008 verstorben. Im Juni 2009 konnte ich aber seine Witwe Sigrid Bender besuchen und sie hatte Unmengen an Dokumenten und zahlreiche Bilder für mich vorbereitet.

In einer Ausgabe der Zeitschrift Kosmos aus dem Jahr 1956 beschreibt Friedrich Bender, wie ihn ein islamischer Hodscha (Priester) auf den Berg Cudi aufmerksam gemacht hatte:

»Am Cudi-Dagh seien noch heute Reste des alten Fahrzeugs hoch oben im Gebirge unter Sand verborgen. Er selbst sei vor ungefähr zwanzig Jahren dort gewesen und habe den Platz mit eigenen Augen gesehen. Die Stelle sei ein heiliger Wallfahrtsort für alle Rechtgläubigen in Kurdistan und dem nördlichen Arabien. Noch kein Christ sei je dort gewesen; doch glaube er, daß ich vielleicht einen Führer durch das unwegsame Land fände.«

Friedrich Bender auf einem Gipfel in den Bergen Kurdistans
Friedrich Bender auf einem Gipfel in den Bergen Kurdistans.

Auf etlichen Bildern hat Bender seine abenteuerliche Reise zum Berg Cudi festgehalten. Das Einzigartige an Benders Expedition: der Geologe hat dort oben Ausgrabungen vorgenommen! Das Ergebnis einer näheren Untersuchung durch den Geologen:

»Die Holzfragmente wurden nach gründlicher Auslösung des Asphaltes mit Tetrachlorkohlenstoff nach der C-14-Methode im Niedersächsischen Landesamt für Bodenforschung, Hannover, datiert und ein Modellalter von 6635 ± 280 Jahren (vor 1950) ermittelt. Eine Zweitmessung, wobei alles vorhandene Material verbraucht wurde, bestätigte dieses Ergebnis. Als einzig mögliche Fehlerquelle kommt eine Kontamination mit unvollständig abgetrenntem Asphalt in Frage, dessen Alter sicher höher als 50.000 Jahre war. Dann kann die scheinbare Alterserhöhung maximal 400 Jahre betragen, falls der kohlenstoffhaltige Fremdanteil in der gereinigten Probe noch 5% betrug, was als unwahrscheinlich angesehen werden kann.«

Sein Fazit aus seinen Erkundungen am Cudi:

»Ich selbst denke, man sollte der Sache nachgehen. Immer wieder findet man ein Körnchen Wahrheit in alten Überlieferungen, und oft begann man erfolgreiche Unternehmungen mit weniger Ausgangsmaterial, als sich hier darbietet.«

Er selbst hat sich dieser Sache angenommen, jedoch ohne befriedigende Deutung und ohne jemals wieder den Gipfel zu erreichen. 1991 war er noch einmal am Fuße des Cudi-Gebirges, jedoch ließen es die politische Lage und seine gesundheitliche Verfassung nicht mehr zu, den Berg zu erklimmen. Für Bender selbst waren archäologische Funde wie die Flutschicht Woolleys in Ur und der Befund am Cudi nicht miteinander in Einklang zu bringen.


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