
Inhalt:
Was ist HDTV?
Was bedeuten HD, HD ready, HDV, HDMI, HDCP, HD-DVD, Blue-Ray?
Welcher HDTV-Standard ist der wichtigste?
Welche Geräte brauche ich für HDTV?
Wie produziere ich in HD?
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HDTV Eine Einführung
Was bedeuten HD, HD ready, HDV, HDMI, HDCP, HD-DVD, Blue-Ray?
Tatsächlich: Rund um den neuen Standard wimmelt es von Abkürzungen und der technische Laie versteht bald nur noch Bahnhof. HDTV bedeutet »Hochauflösendes Fernsehen«, damit ist aber genau genommen nur das per Kabel, Satellit oder Antenne übertragene Signal gemeint. In der Videotechnik spricht man dagegen von HDV »High Definition Video« (»Hochauflösendes Video«). Die neuen LCD- und Plasma-Monitore können natürlich hochauflösendes Fernsehen ebenso darstellen, wie hochauflösendes Video oder ein hochauflösendes Signal von DVD. Daher sind sie generell »bereit für Hohe Auflösung« eben »HD ready«. Im Gegensatz zu »HD« (generell für »High Definition«) spricht man nun von »SD« (»Standard Definition«), wenn man das herkömmlich auflösende PAL-Signal meint.
HDMI (»High Definition Multimedia Interface«) heißt die neue Schnittstelle, mit der DVD-Spieler, AV-Verstärker und Flachbildschirm digital miteinander vernetzt werden können. Es ist kompatibel mit dem im PC-Bereich verbreiteten DVI-Standard und gewährleistet eine relativ problemlose Verbindung der meisten verfügbaren Geräte.
Mit HDCP (»High-bandwith Digital Content Protection«) ist der Kopierschutz gemeint, den die Filmindustrie als Pflichtvoraussetzung für alle HD-tauglichen Geräte durchgesetzt hat. Man will vermeiden, dass das hochauflösende Material verlustfrei in höchster Qualität weitergegeben werden kann.
HDCP betrifft nur die digitalen Schnittstellen: DVI ohne HDCP-Kopierschutz ist nicht HD-tauglich! HDMI dagegen läuft immer mit dem HDCP-Protokoll.
Verständlich ist das Bestreben nach dem Schutz vor Raubkopien auf der einen Seite, doch der Kopierschutz bringt auch Probleme mit sich: Geräte, die eigentlich die hochauflösende Technik unterstützen würden, jedoch kein HDCP in der Hardware verankert haben, können das Signal nicht umsetzen und zeigen nur ein schlechteres oder gar kein Bild. Pech also für Käufer, die zu früh zugeschlagen haben.
Das Rennen um den DVD-Nachfolger ist noch nicht entschieden. Weil sich die Industrie zwischen der HD-DVD (»Hochauflösende DVD«) und der Blue-Ray-Disc (»Blauer-Laserstrahl-Disk«) entscheiden konnte, kommen nun beide Systeme auf den Markt. Wieder einmal wie auch schon in den 1980er Jahren bei den Videokassetten müssen die Käufer entscheiden, welches Medium sich als Standard etablieren wird. Wer auf das falsche Pferd setzt, wird bald keine Filme mehr für seinen Player erhalten. Es gibt aber auch schon Geräte, die mit beiden Standards zurechtkommen; und sogar Discs, die auf einer Seite als Blue-Ray und auf der anderen als HD-DVD lesbar sind!
Fazit: Die Vielfalt der Abkürzungen ist groß, die Standards sind noch nicht alle etabliert. Noch ist Zeit, abzuwarten, vor allem was den DVD-Nachfolger betrifft. Wer einen Bildschirm kauft, sollte auf das »HD ready«-Logo achten, das neben der ausreichenden technischen Leistung auch die Implementierung des HDCP-Kopierschutzes gewährleistet, ohne den wohl kein hochauflösendes Sehvergnügen möglich sein wird.
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